Branchenblick: Factoring für Industrie und verarbeitendes Gewerbe

Factoring für Industrie

Deutschland ist eine Industrienation. Die Produktion hochwertiger Güter und Anlagen ist hierzulande eine traditionelle Domäne, nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten Qualifikation von Ingenieuren und Facharbeitern sowie einer exzellenten industriellen Forschung und Entwicklung. Das Verarbeitende Gewerbe beschäftigte im Jahr 2014 in 22.400 Betrieben rund 5,3 Millionen Mitarbeiter und erzielte dabei einen Umsatz von mehr als 1,6 Billionen Euro, was einmal mehr die hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung unterstreicht.

 

Mittelständische Industrie braucht „Finanzspritze“ für Industrie 4.0 und Globalisierung

In einigen Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, dem Automobilbau und der Chemieindustrie geht weit über die Hälfte des Umsatzes in den Export. Zu den größten Branchen zählten im Jahr 2014 laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) die Kfz-Industrie, der Maschinenbau, die Metallindustrie, die chemische/pharmazeutische Industrie sowie das Ernährungsgewerbe und die Elektroindustrie. Das Fundament für die internationale Wettbewerbsfähigkeit bilden dabei nicht nur Großunternehmen, sondern Zehntausende kleiner und mittelständischer Firmen (bis 500 Beschäftigte) des verarbeitenden Gewerbes. Mehr als ein Fünftel (21,04 Prozent) aller Beschäftigten aus dem Mittelstand arbeiten in diesem Sektor, so die Publikation „German Mittelstand“ des BMWI. Besonders stark sind deutsche „Hidden Champions“ aus dem Mittelstand im Maschinenbau sowie in den Bereichen Elektroindustrie und Industrieprodukte.

 

Steigende Herausforderungen für den Mittelstand durch Industrie 4.0

Die in der Studie „Industrie 4.0 – Chancen und Herausforderungen der vierten industriellen Revolution“ von PwC und Strategy& befragten Industrieunternehmen gaben an, in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich 3,3 Prozent ihres Jahresumsatzes in Industrie-4.0-Lösungen investieren zu wollen. Bezogen auf die gesamte deutsche Industrie ergäbe das die erwähnte jährliche Investitionssumme von über 40 Mrd. Euro. Wenn aber die Großunternehmen auf Industrie 4.0 umstellen, wird der beteiligte Mittelstand passiv mitziehen müssen, weil das Konzept digitaler Vernetzung sich über die gesamte Wertschöpfungskette erstreckt – so die Prognose. Zudem geht mit der Globalisierung ein hoher Anpassungsdruck einher, der den Mittelstand zur Steigerung der Produktivität und einem Strukturwandel treibt, um dem erhöhten Wettbewerbsdruck standhalten zu können. In diesem Szenario sind Gelder gefragt, die dem mittelständischen Industriezweig bei der Investition in digitale und Industrie-4.0-konforme Konzepte und Technologien sowie bei der Produktion neuer Güter und Expansionsplänen unter die Arme greifen.

 

„Cash is king“: Wachstum erfolgreich finanzieren

Der deutsche Mittelstand finanziert Investitionen überwiegend durch Eigenkapital (53 Prozent) und Bankkredite (28 Prozent), so die Studie „German Mittelstand“ (Stand 2012). Neben anstehenden Ablösungen und Refinanzierungen durch ausgelaufene Mezzanine-Programme erschweren  fällige Anleihen die Finanzierung von Wachstum aber zunehmend. Eine begleitende, langfristige Wachstumsfinanzierung ist für mittelständische Industriebetriebe ein geeignetes Mittel, um ausreichend Liquidität sicher zu stellen, die Eigenkapitalquote zu erhöhen und um auf Marktveränderungen flexibel reagieren zu können. Es werden also neben dem klassischen Bankkredit Finanzierungsinstrumente benötigt, die sich positiv auf diese Faktoren auswirken. Hinzu kommt, dass strengere Liquiditätsanforderungen der Banken, die Basel III mit sich bringen soll, die Situation weiter verschärfen und die Kreditvergabe erschweren. Hier bieten sich alternative Finanzierungsinstrumente an, die einen Bankkredit gänzlich umgehen und deutlich schneller zu Liquidität verhelfen. Factoring bietet in beiden Szenarien – begleitend zum Bankkredit oder aber als Alternative zu diesem – ein wachstumsorientiertes Finanzierungskonzept für mittelständische Industriebetriebe, das sofortige Liquidität sowie Schutz vor Zahlungs-/Forderungsausfällen und Entlastung beim Debitorenmanagement gewährt.

 

Factoring steigert die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Industriebetriebe

Factoring bietet hier ein nachhaltiges Finanzierungsinstrument – alternativ oder begleitend zu einem Bankkredit –  mit der Personaldienstleistungen unabhängig vom Zahlungsverhalten ihrer Kunden sind und zum Beispiel eigene Verbindlichkeiten pünktlich begleichen oder auch Kredite zeitnah abbauen beziehungsweise ablösen können. Dabei verkauft ein Personaldienstleister seine Forderungen an einen Factor, der diese unverzüglich in liquide Mittel umwandelt. Dank Factoring können mittelständische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern – ein Pluspunkt, der gerade in Zeiten von Globalisierung und Co. zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch lassen sich durch Factoring Wachstumspotenziale – unabhängig von einem Bankkredit –besser erschließen. Aufgrund der planbaren Liquidität sind mittelständische Industriebetriebe in der Lage, sich flexibel sowie schneller auf Marktchancen einzustellen und in den Ausbau ihres Geschäfts zu investieren. Gerade dort, wo Industrie-4.0-Konzepte Einzug halten, sind liquide Mittel gefragter denn je.

 

Lesen Sie in unserer Referenzstory, wie eine mittelständische Porzellanmanufaktur den Turnaround dank Factoring erfolgreich gemeistert hat: www2.abs-factoring.at/referenzen/turnaround/

 

Checkliste „Dann eignet sich Factoring für mittelständische Industriebetriebe“

 

Erhöht sich auch Ihr Finanzierungsbedarf, weil Sie: 

  • in Wachstumsprojekte und digitale Technologien für Industrie-4.0-Konzepte investieren,
  • Expansion planen,o Ihre Eigenkapitalquote verbessern,
  • Ihren Forderungseingang beschleunigen odero Ihre Wettbewerbsfähigkeit im globalen Umfeld steigern möchten?

 

Voraussetzungen für Factoring:

  • Jahresumsatz mindestens 500.000 Euro,
  • Angebot von standardisierten Produkten und Services,
  • gewerbliche Kunden (Business-to-Business),
  • maximal 50% Exportquote,
  • hoher Stammkundenanteil,
  • keine Einzelforderungen,
  • Forderungslaufzeiten zwischen 14 und 90 Tagen,
  • durchschnittliche Rechnungshöhe größer als 500 Euro.

 

Sie möchten von den Vorteilen durch Factoring profitieren? Dann füllen Sie jetzt unverbindlich unseren Analysebogen aus oder setzen sich mit einem unserer Factoring-Experten in Verbindung: www2.abs-factoring.at/kontakt/

 

Bildquelle: Fotolia/tum2282