Folgen und Chancen der Corona-Pandemie für KMU – Wolfgang Kendlbacher und Andreas Draxler im Interview

Die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und unsere Gesellschaft sind nicht zu unterschätzen, das steht fest. Wir alle lesen und hören täglich von Insolvenzen, Stillständen und negativen Auswirkungen. Wie groß die Folgen für die österreichische Wirtschaft sind und was KMU tun können, um ihr Wachstum auch nach der Krise zu sichern, erzählen die Vorstände Andreas Draxler und Wolfgang Kendlbacher im Interview.

Herr Draxler, wie beurteilen Sie die aktuelle Lage in Österreich?

Ich möchte an dieser Stelle nichts schönreden, die Zeiten sind herausfordernd – unsere Wirtschaft befindet sich ganz offensichtlich in einer Ausnahmesituation. Gehemmt durch starke Umsatzrückgänge und Einbrüche kämpfen viele klein- und mittelständische Unternehmen in der Corona-Krise ums Überleben. Trotz der Erleichterung und Aufhebung der Restriktionen ist es für viele Betriebe schwer, wieder durchzustarten. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum wurden in den vergangenen Wochen mehrmals nach unten korrigiert und das lässt ein doch eher düsteres Bild für die Zukunft vermuten. Es ist die schwerste Krise der jüngeren Geschichte, ob für Start-ups, die noch keine großen Rücklagen gebildet haben oder für bereits etablierte Unternehmen – der Großteil ist massiv von der Corona-Krise betroffen und diese Tatsache lässt mich definitiv nicht kalt. Trotz allem wird es auch eine Zeit nach der Krise geben, wir fangen langsam wieder an die Betriebe in Österreich hochzufahren und das ist ein gutes Zeichen. Wir dürfen nicht aufgeben.

Herr Kendlbacher, die Regierung in Österreich hat KMU jetzt durch die Corona-Pandemie viel versprochen. Was erwarten Sie von der Politik?

Für die aktuelle Situation gibt es keine echte Blaupause. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Disziplinen, die auf einer validen Beratung basiert, ist das, was ich mir von der Politik erwarte. Ohne das fundierte Fachwissen von Virologen und Medizinern funktioniert es nicht, aber auch die Einschätzungen von Soziologen, Wirtschaftswissenschaftlern, Bildungsexperten und vielen anderen gehören dazu. Die Auswirkungen des Lockdowns auf unser Land waren verheerend, diese Konsequenzen müssen wir nun alle tragen. Die Gesundheit, aber auch die Menschenwürde aller im Blick zu behalten und eine funktionierende Wirtschaft am Leben zu erhalten, das ist die Aufgabe der Politik.

Herr Draxler, wie beurteilen Sie die Staatshilfen für Unternehmen, die bisher in Österreich angeboten wurden?

Die Bankenlandschaft ist zwar bemüht die Überbrückungsfinanzierungen rasch zur Verfügung zu stellen und die von der Regierung vorgestellten Haftungen und Garantien umzusetzen, jedoch bedarf es auch hier Zeit. Die Erleichterung für Unternehmen ist willkommen, die Liquidität braucht es aber auch in der Phase danach. Eine Konzentration von Abhängigkeiten zuzulassen, wäre hier meiner Meinung nach fatal. Ein ausgewogener Finanzierungsmix ist für mich der Schlüssel aus der Krise.

Welchen Beitrag kann die A.B.S. als etablierter Finanzdienstleister und langjähriger Partner des Mittelstandes für KMU in Bezug auf die Finanzierung leisten?

Wir beobachten bei vielen neuen Geschäftspartnern, wie sie durch den Einsatz von Factoring jetzt unmittelbar profitieren – ob die Minimierung von Ausfallrisiken oder die Steigerung der Liquidität. Für viele unserer Kunden ist es auch ganz entscheidend, dass sie durch Factoring in der Lage sind, ihren Abnehmern längere Zahlungsziele anzubieten, die eigene Liquidität bleibt dabei ungefährdet. Die Vorteile des Finanzierungsinstrumentes liegen vor allem jetzt durch die Corona-Pandemie auf der Hand und ich wünsche mir, dass viele klein- und mittelständische Betriebe nun die Chance erfahren, sich nachhaltig mit dem Thema der alternativen Finanzierungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Factoring bietet ganz einfach die Möglichkeit umsatzdynamisch zu finanzieren. Wir alle haben es mitbekommen und sind froh darüber, dass unser Alltag allmählich wieder zurückkehrt. Die Umsätze in Betrieben werden wieder steigen, aber auch Zahlungsziele müssen überbrückt werden… nicht zu vergessen ist dabei auch das Ausfallsrisiko eines Kunden. Factoring kann hier alles aus einer Hand abdecken. Wenn sich KMU dann noch ein professionelles Outsourcing des Debitorenmanagements wünschen, um sich auf das Kerngeschäft und das „Comeback“ zu konzentrieren, sehen wir uns als idealer Partner für unsere heimischen Betriebe.

Unser Konzernchef Thorsten Klindworth engagiert sich neben dem Unternehmertun auch sehr stark in der Politik und ermöglicht unserem Gruppenhauptsitz in Deutschland, von den Förderprogrammen des Bundes für die Kreditversicherungsbranche profitieren zu können. Dadurch können vielen Kunden weiterhin von einer zuverlässigen Unterstützung basierend auf fundierten Warenkreditlimits profitieren.

Kurzum: Sich finanziell auf stabile Beine zu stellen, ist das, was KMU jetzt nach der Corona-Pandemie anstreben müssen, um sich auch für die Zukunft krisenfester und unabhängiger zu machen. Und da wären wir schon beim richtigen Stichwort: Als bankenunabhängiger Factor ist Unabhängigkeit ein wichtiges Attribut der A.B.S., welche richtige Lösungen zur raschen Liquidität anbieten kann.

Ist jedes KMU für Factoring geeignet oder müssen bestimmt Voraussetzungen erfüllt werden?

Bestimmte Voraussetzungen sind natürlich auch für uns wichtig, um die Abwicklung so rasch und souverän wie möglich umzusetzen. Als kleine Checkliste würde ich folgende 4 Punkte formulieren:

  • B2B-Geschäftsmodell mit gewerblichen Kunden
  • Jahresumsatz > EUR 400.000
  • Standardisierte Services (kein Projektgeschäft)
  • Die zugrunde liegende Leistung ist vollständig und einredefrei erbracht.

Für Unternehmen, die es noch konkreter mögen, haben wir den Factoring quick-check bei uns etabliert. Dazu müssen Sie uns nichts weiter als Ihre OP-Liste zukommen zu lassen. Anhand dieser Daten analysieren unsere Spezialisten das Potential an Liquiditätszufluss durch Factoring sehr schnell und besprechen die möglichen Szenarien mit Ihnen.

Der A.B.S. Quick-Check

Ob sich Factoring für Sie lohnt, können Sie ganz einfach mit unserem Quick-Check-Flyer herausfinden - diese drei Fragen helfen Ihnen dabei: Zum Flyer

Herr Kendlbacher, die Krise hat uns alle auf eine Art geprägt. Was hat sich Ihrer Meinung nach in der A.B.S. verändert?

Eines kann ich mit voller Überzeugung sagen: Unser Team ist aktuell noch enger zusammengerückt, als es bereits war. Wir haben in sehr kurzer Zeit ein sehr hohes Maß an Digitalisierung umgesetzt, darauf bin ich sehr stolz. Auch die Qualität unserer Services halten wir konstant aufrecht, denn auch im Home Office pflegen wir einen engen Kontakt, sowohl untereinander als auch zu unseren Kunden und Geschäftspartnern.

Bei uns gibt jeder 100 Prozent – wenn nicht sogar mehr. Und daher bin ich optimistisch, dass wir auch diese Situation bewältigen können. Deshalb war Kurzarbeit bei uns bis dato auch noch kein Thema. Trotz vieler Veränderungen agieren wir immer noch mit der gewohnten Flexibilität in unseren Entscheidungen und gehen gerade jetzt auch die Extra-Meile mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Wir wollen mit unseren Kunden gemeinsam daran arbeiten, die Krise so gut wie möglich zu überstehen.

Herr Draxler, nennen Sie mir abschließend 5 Gründe, warum ich als mittelständische Unternehmerin bzw. als mittelständischer Unternehmer gerade jetzt das Gespräch mit der A.B.S. suchen sollte?

  • A.B.S. Factoring arbeitet umsatzkongruent, sprich: Das Volumen entwickelt sich mit dem Umsatz mit. Die Kosten sind somit stets an die individuelle Lage des Unternehmens angepasst.
  • Die Liquidität wird aus den Forderungen generiert, also aus eigenen, bereits erwirtschafteten Assets, die zur Verfügung stehen. Anders als bei einem Kredit muss nichts zurückgezahlt werden.
  • Das ermöglicht unseren Kunden, eines der größten Probleme derzeit zu lösen: den Abnehmern längere Zahlungsziele gewähren zu können, ohne dabei die eigene Liquidität aufs Spiel zu setzen. Und das auch dann noch, wenn gewährte Darlehen bereits erschöpft sind.
  • Durch den Forderungsausfallschutz sind Unternehmerinnen und Unternehmer vor Zahlungsausfällen bei einer Factoring-Finanzierung sicher.
  • Die Übernahme von Debitorenmanagement und Mahnwesen durch uns bei den Unternehmen setzt Ressourcen frei, die vor allem jetzt sicher bessere Einsatzmöglichkeiten finden.
  • Last but not least möchte ich einen 6. Punkt noch ergänzen: Wir sind ein greifbarer und nahbarer Partner, der immer nach einer individuellen Lösung sucht und sich gut in die Sichtweise eines mittelständischen Unternehmens hineinversetzen kann. Also: Sprechen Sie uns gerne an, wir sind jederzeit für Sie da!

Vielen Dank für das Gespräch!

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