Ist Factoring für KMU zu teuer?

Factoring für KMU

 

Studie von CF Advisors und Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes beleuchtet Finanzierungsverhalten von KMU

 

Wie finanziert eigentlich das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sein Wachstum und seine Innovationen? Dieser Frage geht die aktuelle Studie von CF Advisors in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes nach und analysiert das Finanzierungsverhalten von 100 befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

 

Die Erkenntnisse im Überblick:

 

  • Der Kreditzugang bei Banken wird für KMU zunehmend restriktiver.
  • Dennoch ist der Bankkredit Finanzierungsinstrument No. 1 der KMU.
  • Die Kenntnis über alternative Finanzierungsinstrumente weist Defizite auf.
  • Viele Unternehmen haben Probleme mit dem Liquiditätsmanagement.

 

Die Studie zeigt, dass bei der Außenfinanzierung der klassische Kredit bei der Hausbank eine wesentliche Rolle spielt. So greifen die meisten Unternehmen auf das langfristige Bankdarlehen und den kurzfristigen Kontokorrentkredit zurück. Dabei sind die typischen Ablehnungsgründe für Kreditanträge unzureichende Sicherheiten, eine schlechte Liquiditäts- und Ertragslage sowie eine zu geringe Eigenkapitalquote. Die Anforderungen an KMU sind bei der Kreditvergabe also spürbar gestiegen. Eigentlich ein idealer Zeitpunkt, um sich als KMU mit alternativen Finanzierungsinstrumenten vertraut zu machen.

 

KMU schrecken vor Kosten für Factoring zurück

Und dennoch belegt die Studie, dass viele Unternehmen beispielsweise mit dem Finanzierungsinstrument Factoring nur wenig vertraut sind. Als Grund dafür ist möglicherweise ein Wahrnehmungsproblem zu nennen. Denn KMU schrecken oft vor den vermeintlichen hohen Kosten von Factoring zurück – informieren sich aber im Gegenzug nicht ausreichend über die Vorteile.

 

Return on Investment

Dabei sind es gerade die langfristigen Vorteile, die Factoring für KMU zu einem smarten und nachhaltigen Finanzierungskonzept machen. Einige Vorteile von Factoring liegen auf der Hand: verbesserte Liquidität, stärkere Unabhängigkeit von Banken, Schutz vor Zahlungsausfällen, erhöhte Eigenkapitalquote durch Bilanzverkürzung oder Kosteneinsparungen durch Entlastung der Debitorenbuchhaltung. Dennoch verkennen viele KMU, dass Factoring den Kapitalbedarf im Umlaufvermögen senkt und die Kreditwürdigkeit durch eine verbesserte Eigenkapitalquote erhöhen kann, was sich in niedrigeren Zinskosten niederschlagen sollte. Zusätzlich sind die Kostenersparnisse durch die Nutzung von Skonti höher als die anfallenden Factoring-Kosten.

 

Als Alternative oder begleitend zum Bankkredit

Auch muss es nicht immer eine Entscheidung für das eine Finanzierungsinstrument – Bankkredit – oder das andere – Factoring – sein. Letzteres bietet sich als langfristiges Instrument ebenso begleitend zu einem Bankkredit an.

„Die Studie von CF Advisors belegt, dass KMU noch hohen Aufklärungsbedarf rund um das Finanzierungsinstrument Factoring haben“, so Thorsten Klindworth, Vorstandsvorsitzender der A.B.S. Global Factoring. „Gerade für KMU wird es zunehmend schwerer werden, Bankkredite und vor allem sofortige Liquidität zu erhalten. Factoring bietet sich hier nicht nur als Alternative, sondern auch begleitend an, um nachhaltig in das eigene Wachstum investieren zu können.“

 

 

 

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