Cash Conversion Cycle: Der Game-Changer für Ihr Unternehmen

Derzeit stellen sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer dieselbe Frage: Wie steht es derzeit um die österreichische Wirtschaft? Wie wird sich die Konjunktur weiterentwickeln? Bei einem BIP von 1,7 Prozent im Vorjahr rechnet man 2020 mit einem BIP-Wachstum von 1,2 %. Der Abschwung der Weltwirtschaft hinterlässt seine Spuren und hat auch auf Österreich eine dämpfende Wirkung. Was bedeutet das für Unternehmerinnen und Unternehmer? Schließlich will man auch 2020 mit seinem Unternehmen hoch hinaus.

Was Sie tun können? Unterschätzen Sie das Potenzial des Cash Conversion Cycles (CCC) nicht!

Wofür steht der Cash Conversion Cycle?

Der CCC ist Teil des Working Capital Management und wird auch als sogenannte „Geldumschlagsdauer“ bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Kennzahl, die Rückschlüsse über die Kapitaleffizienz eines Unternehmens erlaubt. Der CCC gibt die Dauer an, bis eine Investition durch Verkäufe wieder in freie Liquidität umgewandelt wird.

Ein Unternehmen begleicht in der Regel die Rechnung für die Produktion der Rohstoffe oder der Dienstleistung nicht sofort beim Lieferanten. Umgekehrt muss man beim Verkauf von Waren oder der Dienstleistungen auch auf das Geld der eigenen Kunden warten, denn im Sinne der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ist es erforderlich, längere Zahlungsziele zur Rechnungsbegleichung zu gewähren.

Der CCC dokumentiert, wie viele Tage ein Unternehmen braucht, bis das eingesetzte Kapital für die Beschaffung der Rohmaterialien, nach Bearbeitung und Lagerung der Produkte durch Bezahlung der Kundenforderungen wieder in liquide Mittel umgewandelt wird. Der Cash Conversion Cycle ist somit ein wichtiger Indikator des Liquiditätsmanagements.

Was zeigt der Cash Conversion Cycle konkret?

Je nach Branche bestehen teilweise große Unterschiede im Hinblick auf Produktionsprozesse und Zahlungsbedingungen. Allgemein gilt aber: Je besser der CCC innerhalb der Möglichkeiten des jeweiligen Geschäftsmodells optimiert wird, umso höher sind sowohl die Liquidität als auch die Rentabilität, weil man z.B. Kosten für Finanzierung und Risiken (wie Forderungsausfall, Schwund oder Verderb) senken kann.

Auch auf das Rating wirkt sich der CCC aus: Kennzahlen wie z.B. Working Capital, operativer Cashflow oder Schuldentilgungsdauer sind davon abhängig. Da es gerade in kleineren Unternehmen oft schwierig ist, die Kapitalbindung im Anlagevermögen zu beeinflussen, kann der CCC ausschlaggebend für ein gutes Rating sein und es positiv beeinflussen.

Berechnung des Cash Conversion Cycles: Was muss man beachten?

Folgende Teilkennzahlen sind wichtig:

  • Die Debitorenlaufzeit / Days sales outstanding (DSO)
  • Die Kreditorenlaufzeit / Days Payables Outstanding (DPO)
  • Die Lagerreichweite / Days Inventory Outstanding (DIO)

Die Debitorenlaufzeit (Dauer des Forderungseinzugs) bezeichnet die durchschnittliche Dauer an Tagen, bis die Kunden ihre ausstehenden Rechnungen bezahlen:

= Durchschnittliche Forderungen / Umsatzerlöse x 365

Die Kreditorenlaufzeit (Zahlungsziel bei den Lieferanten) beschreibt die durchschnittliche Anzahl an Tagen bis zur Zahlung der Rechnungen durch das Unternehmen:

= Durchschnittliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen / Wareneinsatz x 365

Die Lagerreichweite (der durchschnittliche Lagerumschlag) meint die Anzahl an Tagen, in denen der gesamte Lagerbestand einmal verbraucht bzw. verkauft wird:

= Durchschnittlicher Lagerbestand / Wareneinsatz x 365

Daraus ergibt sich folgende Rechenformel:

CCC = DSO + DIO – DPO

Und jetzt konkret: Wie optimiert man den CCC-Wert für sein Unternehmen?

Halten wir nochmal fest: Der Cash Conversion Cycle gibt also die Geschwindigkeit an, in der im Unternehmen Liquiditätsabfluss in Liquiditätszufluss gewandelt wird. Daraus kann man schließen, wie lange ein Unternehmen eine Finanzierung benötigt. Ziel eines erfolgreichen Unternehmens ist, die Kapitalbindung möglichst gering zu halten, um die Mittel für anderweitige Investitionen nutzen zu können.

Eine relativ kurze Geldumschlagsdauer weist folglich auf ein effizientes Liquiditätsmanagement und optimierte Produktionsprozesse hin. Wer den optimalen CCC für sein Unternehmen rausholen möchte, sollte folgende Fragen bei den Einkaufs-, Produktions-, Lager- und Verkaufsprozessen berücksichtigen:

  • Wie schnell und effizient ist meine Produktion?
    Je kürzer das Geld in der Leistungserstellung verweilt und je schneller die Auslieferung der Leistung an den Kunden erfolgt, umso rascher können im Anschluss auch die Rechnungsstellung und Geltendmachung der Forderung erfolgen.
  • Kann ich meine Lagerdauer optimieren?
    Ist die Lagerdauer eines Unternehmens zu hoch, bedeutet das, dass viel Kapital in Rohstoffen und Halbfertig- bzw. Fertigteilen gebunden ist. Ebenso wenig sollten die Lagerbestände zu sehr abschmelzen. Verzögerungen bei den Lieferzeiten können sich schließlich negativ auf die Reputation auswirken. Vor allem in Branchen, bei denen Just-in-Time-Lieferungen gang und gäbe sind, sollte darauf große Rücksicht genommen werden.
  • Welche Zahlungskonditionen gewähre ich meinen Kunden?
    Je kürzer die vereinbarten Zahlungsziele sind, umso schneller fließt das Geld auch zurück. Das Gewähren von Skonti kann hier ein attraktives Argument für die Beschleunigung der Zahlung sein. Allerdings sollte man immer mit spitzem Bleistift rechnen. Denn in den meisten Fällen kann der Forderungsverkauf (Factoring) günstiger sein, als teure Skonti zu gewähren.
  • Von welchen Zahlungskonditionen profitiere ich bei meinen Lieferanten?
    Wirft man einen Blick auf die Lieferantenseite, so kann es durchaus hilfreich sein, möglichst lange Zahlungsfristen zu verhandeln, wenn man den Cash Conversion Cycle optimieren möchte. Hier können flexible Einkaufsfinanzierungslösungen die Verhandlungsposition stärken.

Die Faustformel:

Achten Sie darauf, die Debitorenlaufzeit kleiner als die Kreditorenlaufzeit zu halten.

Was bedeutet das in der Praxis?

Die Bezahlung der eigenen Forderungen durch die Kunden sollte schneller erfolgen, als die Rechnungen der Lieferanten bezahlt werden müssen, d.h. der Cash Conversion Cycle sollte niedrig sein. Apple macht es nämlich schon lange vor: Mit einem negativen (!) CCC kann das Unternehmen quasi ohne Zwischenfinanzierung arbeiten. Natürlich hat nicht jedes Unternehmen eine so starke Marktposition, deshalb sind die richtigen Finanzierungsbausteine das A & O.

Die folgende Grafik verdeutlicht das:

Was können Sie tun für einen niedrigen CCC?

Um die Kapitalbindung Ihres Unternehmens zu verbessern, sollten Sie sich über alternative Finanzierungsinstrumente informieren – Factoring ist eine davon.

Setzen Sie mit A.B.S. Factoring Liquidität aus Ihren offenen Forderungen frei

Mit A.B.S. Factoring haben Unternehmen die Möglichkeit, offene Forderungen zu verkaufen und binnen 24 bis 48 Stunden 90 % des Forderungsbetrags ausgezahlt zu bekommen. Der verbleibende Betrag wird, abzüglich etwaiger Skonti, Rabatte, Gutschriften oder Retouren, nach vollständigem Zahlungseingang des Kunden an uns, an Sie überwiesen.

Damit sind Sie nicht mehr vom Zahlungsverhalten Ihrer Kunden abhängig, sondern können das freigesetzte Kapital für die Deckung von Verbindlichkeiten nutzen oder in das betriebliche Wachstum investieren.

Ergänzend zur Liquiditätsoptimierung kümmern wir uns im Rahmen unserer Full-Service Leistung auch um Ihr komplettes Debitorenmanagement. Dazu zählen neben der regelmäßigen Bonitätsprüfung und -bewertung die Übernahme des Mahnwesens und Inkassos sowie bei Bedarf auch die Rechtsvertretung vor Gericht – natürlich immer in Ihrem Interesse und in Abstimmung mit Ihnen. Sie können sich also wie gewohnt Ihrem Tagesgeschäft widmen und genießen obendrauf auch die Absicherung der Forderungen durch einen Forderungsausfallschutz.

Unser Fazit: Nehmen Sie den CCC nicht auf die leichte Schulter!

Aus gutem Grund: Der Cash Conversion Cycle kann entscheidend für Ihren Unternehmenserfolg sein. Analysieren Sie die Kennzahl mehrfach pro Jahr und achten Sie auf die oben genannte Faustformel.

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